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„Abrahams Kinder“ werden „halal-zertifiziert“ verköstigt.

Am 1. August soll sie eröffnet werden: Die erste “muslimisch-christliche Kindertagesstätte” unter dem Namen “Abrahams Kinder”. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der katholischen Pfarrei St. Altfrid, der türkisch-islamischen Gemeinde zu Gifhorn und der Dachstiftung Diakonie. Der Kooperationsvertrag wurde bereits im März 2017 im Rathaus unterschrieben, im Herbst sollte es bereits losgehen.

Kritik von mehreren Seiten und anfangs fehlendes Interesse der Eltern haben das “historische Ereignis”, wie es Altfrid-Pastoralreferent Martin Wrasmann begeistert feierte, etwas verzögert. Ziel ist es, “verbindende Elemente beider Religionen” in das Tagesprogramm zu integrieren, “religiöse Feste würden dabei eine untergeordnete Rolle spielen”. Die Kita soll keine “keine Bibel-Koran-Schule” werden, sondern “ein Ort der Achtsamkeit”, der zur Begegnung der beiden Kulturen beiträgt.

So ganz gleichberechtigt sind die Religionen dann aber doch nicht. Das Essen in der Kita soll auf den Islam abgestimmt werden und “halal-zertifiziert” sein. Wer hätte etwas anderes erwartet? Wiesenhof-Hähnchen kommen seit mehr als zehn Jahren nur noch halal-zertifiziert in die Kühltruhen und Kantinen müssen schweinefleischhaltige Speisen mit einem “s” kennzeichen, wenn sie überhaupt noch etwas in dieser Richtung anbieten.

Man wird sehen, wie sich das Projekt entwickelt. Allein die Beteiligung des umstrittenen Vereins DiTiB dürfte über die Speiseregeln hinaus für eine bestimmte Richtung sorgen.

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